Gewaltopferambulanz

Gewaltopferambulanz

In der Gewaltopferambulanz werden im Rahmen einer ärztlichen Untersuchung Befunde erhoben, die auf die vorangegangene Gewalteinwirkung zurückzuführen sind (zum Beispiel Hämatome, Schürfwunden, Schmerzen) und forensisch sicher dokumentiert. Die Dokumentation erfolgt schriftlich und/oder fotografisch bzw. als Skizze. Im begleitenden Gespräch mit der Ärztin werden die genauen Umstände der Gewalteinwirkung/Misshandlung erfragt und ebenfalls dokumentiert. Auf diese Weise kann später zu jedem Zeitpunkt ein „gerichtsfestes“ rechtsmedizinisches Gutachten über die Verletzungen erstellt werden.

Die Befunddokumentation erfolgt kostenlos. Soweit bereits andere ärztliche Befunde (zum Beispiel die der Notaufnahme) vorliegen, können diese mitgebracht werden.

Eine zeitnahe Dokumentation (innerhalb weniger Tage nach der Gewalteinwirkung) ist zwar für die bildliche Darstellung der Befunde am günstigsten, die Befunddokumentation kann aber auch später erfolgen.

Ferner wird die anonyme bzw. anzeigenunabhängige Spurensicherung angeboten, die besonders für Menschen, denen sexualisierte Gewalt widerfahren ist, von Bedeutung sein kann. Die Spuren z.B. einer Vergewaltigung (Spuren auf der Haut, Wäschestücke, ggf. Blut- oder Urinproben, Abstriche) werden sichergestellt und professionell verwahrt. Betroffene können nach der Spurensicherung entscheiden, ob sie eine Anzeige erstatten wollen oder nicht.

Alle Daten werden vertraulich behandelt und nicht ohne die ausdrückliche Zustimmung (schriftliche Entbindung von der ärztlichen Schweigepflicht) der Betroffenen verwendet.

Platzwunde

Chirurgisch versorgte Platzwunde an der rechten Augenbraue nach Schlag in das Gesicht.

Griffhämatom

4 Tage altes Hämatom am rechten Oberarm, typisches so genanntes Griffhämatom.

Strangulationsverletzung am Hals

Ca. 10 Tage alte Strangulationsverletzung am Hals.

Sie haben ein Recht auf ein Leben ohne Gewalt!